Stefan Besan

Stefan Besan wurde am 25. Februar 1990 in Chisinau, Moldawien, geboren. Er studiert seit seinem fünften Lebensjahr Violine, zunächst bei seiner Mutter, Prof. Elena Baltaga – seiner ersten Lehrerin und Mentorin – gefolgt von großen musikalischen Persönlichkeiten wie Stefan Gheorghiu, Friedemann Eichhorn, Salvatore Accardo, Ilya Grubert, Gabriel und Florin Croitoru sowie Adrian Cardan. Aufgrund einer Sakraltumorerkrankung und einer anschließenden Rückenoperation musste er sein Studium für mehrere Jahre unterbrechen, setzte dieses danach jedoch erfolgreich fort und schloss seinen Bachelor-, Masterstudiengang sowie das Konzertexamen mit Auszeichnung bei Prof. Benjamin Bergmann an der Hochschule für Musik Mainz ab.
Stefan Besan gewann über 20 erste und große Preise bei internationalen Wettbewerben und spielte als Solist mit verschiedenen Orchestern in Rumänien, Serbien, Österreich, Slowenien, der Slowakei, Kroatien, Italien, Deutschland und Griechenland. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter ein zweijähriges Stipendium der Rotary Club Foundation Weimar (2005–2007), Förderungen der Stiftung Friends of Salsomaggiore in Italien (2007–2008), der Toho Gakuen Orchestra Academy in Japan (2014) sowie das Deutschlandstipendium (2021). 2019 und 2021 wurde er mit dem Förderpreis des Rotary Clubs Mainz-Churmeyntz ausgezeichnet und erhielt 2020 einen Nachwuchsförderpreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.
Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Stefan Besan intensiv der Kammer- und Orchesterarbeit. Er sammelte umfangreiche Erfahrungen als Orchestermitglied des Moldavian National Youth Orchestra (Stimmführer 2013–2014), als Konzertmeister des Kammerorchesters Philarmonia in Bukarest (2011–2013), als 1. Violine Tutti im Nationalen Rundfunk-Kammerorchester sowie 2014 als Stipendiat der Toho Orchestra Academy in Japan.
Von 2018 bis 2019 unterrichtete Stefan Besan Violine an der Musikakademie Darmstadt. Seit dem Wintersemester 2022/23 hat er einen Lehrauftrag für Violine an der Hochschule für Musik Mainz inne.
Seit Dezember 2022 ist Stefan Besan Primarius des Oxalis Quartetts. Künstlerische Impulse erhielt das Ensemble unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Prof. Tim Vogler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie im Rahmen des spezialisierten Masterstudiengangs für Ensembles an der Universität der Künste Berlin bei Vineta Sareika und Gregor Sigl.
Zu den jüngsten Wettbewerbserfolgen des Oxalis Quartetts zählen der Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerb in Berlin mit anschließendem Auftritt im Großen Saal des Berliner Konzerthauses, der 2. Preis beim Wettbewerb um den 26. Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft e.V. an der HfMDK Frankfurt, der 1. Preis der Mozart Music Competition Vienna 2025, der 31. Förderpreis für Kammermusik der Kamar Percy- und
Ingeborg-John-Stiftung im Rahmen des 24. Bad Homburger Meisterkurses für Kammermusik sowie der Opera-oblita-Preis.
Das Oxalis Quartett ist das erste Kammermusikensemble, das ein Mentor-Stipendium erhielt – eine Fördermöglichkeit, die zuvor ausschließlich Solisten vorbehalten war – und wurde 2026 zum Artist in Residence der Bad Homburger Schlosskonzerte sowie der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden ernannt. Das Ensemble spezialisiert sich auf die Wiederentdeckung vergessener musikalischer Schätze des 19. Jahrhunderts und deren Einspielung auf CDs in Kooperation mit dem Label cpo (classical productions osnabrück).
Stefan Besan spielt auf einer hochwertigen Violine, inspiriert von Paganinis Il Cannone, die 2023 vom Hamburger Geigenbauer Huajie Hu speziell für ihn angefertigt wurde.
Studium:
Bachelor-, Masterstudium und Konzertexamen in Violine an HfM Mainz und aktuell in Speziellen Studiengang Master Kammermusik nur für Ensembles an U.D.K. Berlin, u.a. (siehe Bio)
Was macht für dich ein besonderes musikalisches Talent aus?
Ich bin der Meinung, dass ein besonderes musikalisches Talent eine Mischung aus Vorstellungskraft, Willensstärke, Mut und Neugier ist. Man muss sich Musik innerlich vorstellen können, die nötige Willenskraft besitzen, um die erforderliche Arbeit zu leisten und diese Vorstellung von einer bloßen Fantasie in klingende Realität zu verwandeln, den Mut haben, dies auf der Bühne zu präsentieren, sowie die Neugier, das eigene musikalische Ideal stetig weiterzuentwickeln und zu verfeinern – mit dem Ziel, einzigartige musikalische Kunstwerke zu schaffen.
Worauf legst du beim Unterricht mit jungen Menschen besonderen Wert?
Die Arbeit mit jungen Menschen ist sehr anspruchsvoll, aber zugleich besonders erfüllend. Gerade deshalb, weil es ein großes Privileg ist, junge Menschen auf ihrem Weg zur Entfaltung ihres Potenzials zu begleiten, gemeinsam individuelle Lösungen zu finden und das Wissen weiterzugeben, das mir selbst von meinen Lehrer:innen geschenkt wurde.
Was möchtest du deinen Schüler:innen auf den musikalischen Weg mitgeben?
Ich möchte meinen Schüler:innen die Werkzeuge an die Hand geben, die sie benötigen, um die Freiheit zu erlangen – jene Freiheit, die es ihnen ermöglicht, sich musikalisch uneingeschränkt auszudrücken.
